Wir unterstützen die Bürgerinitiative

Gegen Gasbohren in Hamm: BIGG

 

 

2017

 

Die Probebohrung in Ascheberg/Herbern  hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht:

Keine Gasförderung.

 

Die Stadtwerke Hamm steigen aus! Ihre Beteiligung an der HammGas ist beendet!

 

2016

Gasbohren in Hamm -
Nein danke!   
Nicht bei uns und anderswo!

 

Keine weiteren Investitionen in die Förderung fossiler Brennstoffe!

Energiewende selber machen !  

Sie können dem Verbraucherwunsch nach „Sauberer Energie“ Nachdruck verleihen. Beziehen Sie Ihren Strom nicht aus Kohle- und Gasverbrennung sowie Atomkraft, sondern aus erneuerbaren Energiequellen Sonne, Wind und Wasser. Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass sie durch einen Wechsel zu einem zertifizierten Ökostromanbieter die Energiewende maßgeblich mit vorantreiben. Eine Übersicht der Anbieter ist auf folgenden Internet-Seiten zu finden:

www.gruenerstromlabel.de  und  www.atomausstieg-selber-machen.de

 

 

HammGas startet Gasbohrung in Nordick

 

Mit dem Beginn der Bohrung nach Erdgas in Nordick bei Herbern/Ascheberg
am 17.05.2016 wird deutlich, welche Folgen die verantwortungslose
Energiepolitik in Deutschland nach sich zieht. Trotz der Beschlüsse von
Paris, die noch vor wenigen Monaten von allen Parteien als Erfolg
gefeiert wurden, beginnt hier und heute der Einstieg in die Ausbeutung
eines weiteren fossilen Energieträgers - Erdgas.

Verantwortlich für diese Fehlentwicklung sind die Politikerinnen und
Politiker von CDU, CSU und SPD, die sich weigern, eine nachhaltige
Energiepolitik zu verfolgen. Statt dem Schutz von Klima,
Heimat und Natur Vorrang einzuräumen, ermöglichen diese Parteien Unternehmen wie
HammGas, PVG, DEA und EXXON weiterhin, auf das Scheitern der Energiewende
zu wetten.

Der Rat der Stadt Hamm setzt dabei auf Erdgas, statt endlich einen
Ausstiegspfad aus fossilen Energieträgern aufzuzeigen. Die SPD in
Düsseldorf weigert sich, dem Gasbohren wie dem Fracking endlich mit
einem Verbot im Landesentwicklungsplan die Geschäftsgrundlage zu
entziehen. Die Bundesregierung weigert sich, das Bergrecht fit für das
21. Jahrhundert zu machen. SPD, CDU und CSU in Berlin zeigen sich
unfähig, zu Fracking überhaupt eine Entscheidung zu treffen.
Gleichzeitig wird von der Großen Koalition die Energiewende abgewürgt,
die bis 2025 nur 45% Strom im Netz aus erneuerbaren Energien haben wird.
Damit sind nicht nur die Klimaziele von Paris in keinster Weise einzuhalten.
Es wird auch die Branche der erneuerbaren Energien in den Ruin getrieben, und
zukunftsfähige Arbeitsplätze gehen verloren.

Leidtragende sind bei diesem Politikversagen wieder einmal die
Bürgerinnen und Bürger. Statt die Energiewende als Bürgerwende voran zu
bringen, werden Risikotechnologien wie Gasbohren immer noch vom Gesetz
geschützt. Vor wenigen Wochen hat die Kreis-CDU in Verden beim
Gasbohren-Unternehmen DEA darum 'gebettelt', doch bitte die
Erdgasförderung einzustellen. Begründung: Die Erdbeben zerstören nicht
nur Landschaft und Gebäude, sondern auch den guten Ruf der Region!

Solar- und Windenergieanlagen werden breit in der Öffentlichkeit
diskutiert und können aufgrund von Bürgereinsprüchen auch komplett
gestoppt werden. Dagegen wird der Erdgasbergbau vorbei an jeder
Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger einfach per Behörden-Bescheid
exekutiert. Politisches Versagen führt dazu, dass der von der Politik
gesetzte rechtliche Rahmen keinen Schutz vor Risikotechnologien bietet.
Transparenz findet nicht statt. Stattdessen werden Daten von
Wasserproben sowie giftigem Bohrschlamm und Lagerstättenwasser unter
Verschluss gehalten.

Der Widerstand gegen Gasbohren ist nicht bereit, diese politischen
Missstände länger hinzunehmen. HammGas plant bereits die zweite
Bohrstelle zwischen Naturschutzgebiet, Wohnbebauung und Wassertürmen in
der Nähe von Hamm. Doch noch lässt sich die Zerstörung der Landschaft
durch den Erdgasbergbau verhindern.

Um den Erdgasbergbau noch rechtzeitig zu stoppen, rufen wir die
Bürgerinnen und Bürger auf, in den bevorstehenden Wahlen die Haltung der
Parteien zum Raubbau an fossilen Energieträgern genau unter die Lupe zu
nehmen. Nur eine wasserdichte Verbotsregelung schützt Klima, Umwelt und
Heimat vor den katastrophalen Folgen von Gasbohren und Fracking. Und
hier haben SPD, CDU und CSU endlich zu liefern.

 

Jürgen Blümer, Sprecher der Bürgerinitiativen GegenGasbohren aus Drensteinfurt

 

 

 

Atomkraft, Kohlestrom und Gasbohren – nein Danke!

„Energiewende selber machen“

 

Der sich gerade zum 30. Mal jährende Atom-GAU von Tschernobyl, die Klimaerwärmung durch Verbrennung fossiler Energieträger sowie nicht absehbare Folgen für Mensch und Natur durch die Gas-und Ölfördermethode „Fracking“ haben den NABU Hamm dazu bewegt, den Aufruf zu einer Energiewende „von unten“ zu starten.

 

Da die Energiewende „von oben“ - seitens der  Konzerne und Politik - sowohl auf Bundes-als auch auf kommunaler Ebene ausgebremst wird, setzt der NABU Hamm den Impuls „Energiewende selber machen“     

 

„Wir haben uns vorgenommen, von heute an bis zum „Tschernobyl-Tag“ 2017 durch Aufklärungs- und Kampagnenarbeit dazu beizutragen, dass mindestens 500 Haushalte ihre Stromversorgung auf einen zertifizierten Ökostrom-Anbieter umstellen,“ sagt Irene Weigt, Vorsitzende des NABU Hamm.

 

Realisiert werden soll dies durch  Vorträge, Filmvorführungen und Bürgergespräche zum Thema umweltverträgliche Energieerzeugung.

 

Große Stromkonzerne, aber auch kommunale Energieversorger haben jahrelang die Augen vor dem Verbraucherwunsch nach „Sauberer Energie“ verschlossen und weiter auf Strom aus Kohle- und Gasverbrennung sowie Atomkraft gesetzt.

Die Folgen sind mittlerweile bekannt:

Milliardenschwere Verluste,  Klimawandel, Berge von Atommüll, für den es bis heute keine Entsorgungsmöglichkeit gibt und weiter fortschreitende Zerstörung der Natur und unserer Lebensgrundlagen durch den Abbau fossiler Brennstoffe.

 

Dem entgegen haben weitsichtige Verbraucher mittlerweile sehr erfolgreiche Genossenschaften gegründet, die reinen Ökostrom produzieren und durch kontinuierliche Investitionen den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Speicherung von Ökostrom vorantreiben.

 

Vielen Bürgern ist nicht bewusst, dass sie durch einen Wechsel zu einem zertifizierten

Ökostromanbieter die Energiewende maßgeblich mit vorantreiben.

 

Bei einem Anbieterwechsel von 500 Haushalten mit durchschnittlich 3 Personen lässt sich jährlich ein CO 2 Ausstoß von bis zu  838 Tonnen vermeiden (Quelle: Lichtblick Strom)

 

 

Der Wechsel zum neuen Anbieter ist meist mit dem Ablesen und Aufschreiben des Zählerstandes und dem Versand einer Anmeldung erledigt.

Informationen und Broschüren der zertifizierten Ökostrom-Anbieter

können beim Hammer NABU unter folgender Email-Adresse angefordert werden: info@nabu-hamm

Einer Übersicht der Anbieter ist auf folgenden Internet-Seiten zu finden.

 

www.gruenerstromlabel.de

 

www.atomausstieg-selber-machen.de

 

 

 

 

 

2015

Hamm als Standort unkonventioneller Erdgasförderung?

Protest gegen Fracking im Grenzgebiet

 

In den Niederlanden soll zukünftig unter anderem an der Grenze zu Deutschland unkonventionelles Erdgas gewonnen werden. Von diesen Plänen der niederländischen Regierung wären alle grenznahen Regionen in Nordrhein-Westfalen betroffen. Der NABU NRW fordert die Landesregierung deshalb auf, in der zurzeit laufenden „strategischen Umweltprüfung“, die auch eine Beteiligung der betroffenen Gemeinden und Kommunen, der nordrhein-westfälischen Landesregierung sowie der Naturschutzverbände vorsieht, Gespräche mit der niederländischen Regierung zu suchen und auf die Einstellung der Planungen hinzuwirken. Den in eine ähnliche Richtung zielenden parteiübergreifenden Antrag, der heute im Landtag auf der Tagesordnung steht, begrüßt der NABU ausdrücklich.

„Die drohende Gefahr, dass durch den Einsatz der Fracking-Technologie auf niederländischer Seite Grund- und Trinkwasser auf nordrhein-westfälischer Seite verschmutzt werden, ist viel zu hoch. Deswegen darf diese riskante Technologie auch in den Niederlanden nicht zum Einsatz kommen“, erklärte Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. Sollte die niederländische Regierung an ihrem Vorhaben festhalten, unkonventionelles Erdgas insbesondere an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen zu nutzen, werde der NABU NRW ein „grenzüberschreitendes Aktionsbündnis gegen Fracking“ anstoßen. Auch in den Niederlanden sei der Protest gegen diese riskante Technologie groß.

Grundsätzlich lehne der NABU die umstrittene Erkundung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten in Deutschland aus natur- und umwelt- sowie energie- und klimapolitischen Gründen ab. „Ein Moratorium für alle Probebohrungen, wie es Umweltminister Remmel bereits für NRW ausgesprochen hat, ist daher aus NABU-Sicht aufgrund der nach wie vor unabwägbaren Risiken für Natur und Umwelt nicht nur deutschland-, sondern sogar europaweit wünschenswert“, so Tumbrinck weiter.

Auf Bundes- und Länderebene sei eine Novellierung von Wasserhaushaltsgesetz und Umweltverträglichkeitsprüfungsverordnung weiterhin dringend erforderlich. Zudem müsse Fracking ein fester Bestandteil des Bundesberggesetzes werden. Für NRW fordert der NABU die Aufstellung eines entsprechenden Raumordnungsplans. „Darin müssten landesweit alle sensiblen Gebiete aufgenommen und damit von der möglichen Erkundung und Gewinnung ausgenommen werden“, so der NABU-Landesvorsitzende. Neben Trinkwassergewinnungsgebieten und Heilquellen gehörten dazu auch alle Schutzgebietskategorien des Bundesnaturschutzgesetzes, die Schutzgebiete gemäß Natura 2000 und alle anderen für die Lebensmittelproduktion wichtigen Standorte. Nur so könne man bei allen Beteiligten für die notwendige Rechtssicherheit sorgen.

 

2014

 

NABU Hamm gegen Fracking

 

Die Diskussion um Gasförderung im eigenen Land und damit das Für und Wider der Frackingtechnologie kommt in die heiße Phase. Auf höchster politischer Ebene sollen eindeutige Richtlinien entstehen. Es entsteht dabei der Eindruck, dass unter dem Druck der förderwilligen Unternehmen den Einwänden und Warnungen von Umweltschützern und verantwortungsbewussten Technikern und Gutachtern lediglich mit etwas Makulatur Rechnung getragen werden soll.

Beruhigen und besänftigen wollen die Bundesminister Altmaier und Rösler mit ihrem gerade erstellten Verordnungsentwurf - oder einlullen? Der NABU Hamm sieht in dieser Maßnahme eher einen Anlass, erneut Alarm zu schlagen. Unsere Stadt ist bereits in Claims aufgeteilt, wo die Genehmigung zur Bohrung nach Schiefergas beantragt werden soll, dabei kann auch Fracking zur Anwendung kommen. Die Zusage, diese Technologie in Trinkwasserschutzgebieten nicht zu erlauben, nützt uns wenig, weil wir diesen Vorzug nicht für uns beanspruchen können. Alle weiteren Risiken für Mensch und Umwelt, die laut verlässlicher Studien vom Fracking ausgehen, werden in dem o.g. Verordnungsentwurf gar nicht angesprochen. Der enorme Flächenverbrauch für Bohranlagen, die im Abstand von nur wenigen Kilometern errichtet würden und deren Zufahrten gehört z.B. dazu. Das mit Chemikalien versetzte Frackingwasser wird gelagert und abtransportiert, auch da besteht Gefährdungspotential. Der Materialtransport führt in den betroffenen Gebieten zu einem sprunghaften Anstieg des Schwerlastverkehrs. In unserem durch den Bergbau ohnehin unruhigen Untergrund sind verstärkte Bewegungen bis hin zu Erdbeben nicht auszuschließen.

Es wird schwer, den Bedenken Gewicht zu verleihen. In Deutschland sind für die Gasförderung erfolgversprechende Gebiete nicht flächendeckend verbreitend, überwiegend die Bundesländer Niedersachsen und NRW sind betroffen, für viele Bewohner im übrigen Deutschland ist Fracking kein brennendes Problem. Umso dringender appellieren wir als NABU, dem Protest Ausdruck zu verleihen: Versammlungen zu besuchen, Petitionen zu unterzeichnen, als Grundbesitzer keine Flächen für Probebohrungen zur Verfügung zu stellen und sich um objektive Information bemühen. Der NABU Hamm hält engen Kontakt zur Bürgerinitative gegen Gasbohren, die die Entwicklung vor Ort wachsam verfolgt. (www.gegen-gasbohren.de) Der NABU unterstützt die Forderung nach einem generellen Verbot von unkonventioneller Gasförderung durch Fracking.

 

2013

 

Erdgasförderung im eigenen Land ist ein Thema von Bundes- und nordrhein-westfälischer Landespolitik geworden. In den politischen Entscheidungsgremien herrschte eine Zeit lang Ruhe, Fachleute wurden zu den Risiken befragt. In mehreren Gutachten werden reale und mögliche Gefahren der Fracking-Verfahren aufgezeigt.  Der Einfluss finanzstarker Lobbyisten und die Hoffnung auf große Gewinne sind so groß, dass die Pläne   trotzdem nicht fallengelassen werden.

 

NABU Standpunkt zur Gasförderung durch Fracking

 

Seit dem Frühjahr 2011 hat das Thema in Hamm an Bedeutung gewonnen,  umgehend formierte sich der Widerstand der Bürger. Die Bürgerinitiative „GegenGasbohren“ (BIGG) wurde ins Leben gerufen, die sich unermüdlich zu Wort meldete. Der NABU Hamm unterstützt und begleitet ihre Aktivitäten. An mehreren Stellen auf Hammer Stadtgebiet werden Gasvorkommen vermutet. Durch Probebohrungen könnte man herausfinden, ob zur Förderung die gefürchtete Fracking - Methode notwendig ist, oder ob andere Technologien angewendet werden können. Beim Fracking werden giftige, in Wasser gelöste Chemikalien mit hohem Druck in tiefe Bodenschichten eingebracht, wodurch dem Gas der Weg aus dem Gestein freigesprengt wird. Die Gründe für die Ablehnung dieses Verfahrens liegen auf der Hand.

Den Hammer Bürgern wird Transparenz und Bürgerbeteiligung bei dem Verfahren versprochen:  Die Hammer Stadtwerke zeichnen mit 30 Prozent der Anteile als größter Gesellschafter der HammGas–Gesellschaft mitverantwortlich, und für sie hat der Schutz des Trinkwassers oberste Priorität. Die BIGG verfolgt die Vorgänge wachsam und jeder interessierte Bürger bekommt über sie jederzeit konkrete Informationen zum aktuellen Stand. Es konnten durchaus schon Erfolge verbucht werden, denn die Bezirksregierung in Arnsberg wartet ein Gutachten Mitte 2012 ab, bevor sie über Anträge auf Erkundungsbohrungen entscheidet.

Es werden immer mehr Stimmen laut, dass die Fracking-Methode auf keinen Fall angewendet werden soll, weil die Gefahren  inzwischen auch von den Verantwortlichen sehr hoch eingeschätzt werden. Aber es gibt weitere Risiken für Mensch und Umwelt, wenn Bohrungen durchgeführt werden. Das beginnt beim Flächenverbrauch für Bohrstationen und Zufahrten und geht bis zu unkontrolliertem Austritt giftiger Gase.

Deshalb geht die Bürgerinitiative  mit ihren Forderungen inzwischen schon weiter, sie lehnt die Förderung von unkonventionellem Gas grundsätzlich ab. Erfahrungen in anderen Ländern haben an zahlreichen Störfällen gezeigt, dass die Aufsprengung des Gesteins weitere kaum absehbare Gefahren für Mensch und Umwelt birgt. Die Hammer Bürger sollten nicht aufhören, eine vollständige Information über den Planungsstand der Gasbohrungen einzufordern.

Der NABU und die BIGG  bieten Gelegenheiten, den Fortgang der Verhandlungen zu verfolgen.

Hier der Link zur überregionalen Seite der Bürgerinitiativen

 

 

zurück